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Die Gräfin Bette hatte einstens im Walde sich verlaufen; und wie sie so herumirrte traf sie eine böse Hexe und fragte sie nach dem Weg. Die böse Hexe beschrieb ihr genau, sie sie zu gehen hat und wünschte ihr eine angenehme Heimkehr.

Während Gräfin Bette, die Anweisungen der bösen Hexe befolgend, sich so dahinbewegte, stellte sie in wohligem Erschauern sich vor, was nun alles passieren kann.

Doch der Weg brachte sie unbarmherzig zurück in ihr Schloss.

Gräfin Bette war sehr enttäuscht und nahm sich vor, nie wieder eine böse Hexe nach dem Weg zu fragen.

Auf Gräfin Bettes nackte Schulter
Setzte sich verwegen, munter
eine Wespe.

Verschmitzt schielt‘ Gräfin Bette
hinüber zu der Wespe,
und sagte mit kokettem Lächeln „Na-aa?“

Da hat die Wespe sie gestochen.

Die Gräfin Bette sprach „Oho!“.
Die Wespe nickte. Flog davon.

Die Gräfin Bette hat in Ürdüks Netzen sich verheddert
Graf Bette ist darüber sehr erbost
und will, daß sie sich da herausentheddre.
Doch Gräfin Bette fühlt sich wohl in Ürdüks Krallen
und sagt, daß diese Netze und die Krallen ihr gefallen.

In Ürdüks Netzen räkelt Bette sich, die Gräfin.
Graf Bette sieht, wie in den Netzen
Der Gräfin Bettes wahres Sein sich nun entfaltet
und daß ihr solches besser steht
als braves Darben in der Ehe engen Schranken

© Raymond Zoller
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